Anna in USA

* 4 Monate Connecticut *

Monday, February 27, 2006

Boston

Saturday, February 25, 2006

Ich will alles .... und zwar sofort!

Manchmal kommt es mir so vor, als ob ich wirklich alles hier mitnehmen wollen würde, was es so zur Auswahl gibt. Nachdem ich mich die gesamte Woche mit meinem Humpelbein rumgeschlagen habe, hat mich nämlich nun auch noch die allgemeine Grippewelle heimgesucht. Zu Hause weiss man welche Mittelchen einem so helfen, aber hier? Ich hab mich erstmal mit 10 Zitronen ausgestattet, mir eine Tüte Luxus-Schweizer-Ricola gestattet und nach einem Tag doch festgestellt, dass ich auch was gegen Schleimlösen und so brauche. Also heute zur Pharmacy und mit Mucinex wieder raus. Naja, der Unterschied zu deutschen Arzneimitteln wurde mir erst beim Auspacken bewusst: Eine Monster-Mogelpackung. Zum einem in nem riesen Karton nur nen kleines Döschen und in dem Döschen nur 14 Tabletten abgedeckt von zwei riesen Wattebaeuschen. Pia war ganz schön entrüstet aber ich habs genommen wie es war und hoffe, dass es über Nacht wirkt. Morgen fährt Humpel-Schnief-Anna nach Boston und ist gespannt, was sie da noch so alles absahnen kann!

Monday, February 20, 2006

Winnipesaukee

I wonder if I will be able to remember the name of the biggest sweetwater-lake in New Hampshire?!
Ich bin am WE bei Kris in Rochester in New Hampshire gewesen. Kris ist gebürtiger Pole, ist vor 30Jahren ausgewandert und lebt dort mit seiner Familie. Unter der Woche arbeitet er in Rocky Hill (3 Autostunden weit weg) und lebt ausschliesslich im Motel. Wie die Umstände vielleicht schon vermuten lassen, war es sehr interessant in ein polnisch-amerikanisches Familienleben einzudringen und fuer 2-3Tage ein Teil davon zu sein.
...Es war "damned cold"! (Die Familie hat Klarsichtfolie als weitere Isolationsschicht vor die Fenster gehangen.) Am Sonntag sollte es zum Schifahren gehen. Ich hab mich sooooo gefreut, bis ich fertig ausgestattet die Treppenstufe von der Kueche in den Flur verpasste und mal so richtig fett umgeknickt bin. Irgendwie jemand an "Fluegelchen" erinnert??? ...Genau so. Nur halt am Fuß. F...erdammt! Ich war so fixiert auf das Schifahren am Gunstock, dass ich Schmerzen nicht so richtig wahrhaben wollte. ...naja, hatte dann meine Probleme in den Schischuh zu kommen und nachher wieder rauszukommen. Ganz abgesehen von der etwas schlaflosen Nacht und den ersten Humpelschritten heute morgen. Aber ganz nach dem Motto was uns nicht tötet macht uns nur härter, hab ich das Schifahren in vollen Zuegen genossen und kann sagen, dass es immer noch einen Höllenspass macht!
Heute auf der Arbeit ist Pia, die neue Praktikantin, angekommen. Wenn ich sie so sprechen höre, realisiere ich, wie viel ich hier schon gelernt habe! War mir eigentlich so gar nicht bewusst.

Thursday, February 16, 2006

Bowl-O-Rama

Manchmal wünschte ich mir, gerne mal ein Vorurteil nicht bestätigt zu wissen. Heute hat es sich mal wieder voll bestätigt. Ob Annika und Sille nen direkten Schub zu einer Bademantelparty haben werden? Der Bezug zu "The big Lebowski" war unwiderruflich da. 40 schlappe Bahnen, alle ausgebucht - 24 Stunden rund um die Uhr! Ich hab die 100 Punkte-Grenze nicht überschreiten können. Das hat mich aber nicht am Spaß gehindert. Ebenso wenig am Amusement, dass ich das erste mal in meinem Leben beim Bierkaufen mich alterstechnisch ausweisen musste und dabei direkt ein Armband verpasst bekommen habe. --> Over 21 (AGE ID VERIFIED)
Morgen werde ich mit einem Kollegen nach New Hampshire reisen und erst wieder am Montag Connectikanisches Land betreten. Also, wünsche euch wie mir ein schönes WE!

Tuesday, February 14, 2006

Gelb, gelb, gelb sind alle meine Blicke...

Nachdem der Urlaub unserer Executive Assistant letzte Woche war, ist sie gestern und heute mit fieser Bronchitis und Fieber zu Haus geblieben. Also versuche ich noch einmal mehr schlecht als recht die gute Fee im Büro zu spielen und die Rezeption zu übernehmen. Als gegen Mittag ein Strauss Blumen gebracht wurde (Valentinstag), habe ich mich gefreut, die letzte Meile bis zum Empfänger zu übernehmen *hihi*. Einige Stunden später kam ich von nem kurzen Meeting zur Rezeption zurück und da standen nochmal welche. "Cool, nochmal Blumenfee spielen!" dachte ich und musste feststellen, dass die für MICH waren. Ein ganzer Strauss über den weiten Ozean geschickt (Naja, vielleicht wirds ja was zum Geb mit der Schoki). Alles gelbe Blumen. Die hab ich jetzt erstmal für die nächsten Tage gut sichtbar positioniert. DDD (Danke dir Daniel!)
Aber anstatt gelbe Blumen poste ich lieber gelbe Schulbusse. Hab heute beim Joggen mal die Kamera mitgehabt. Man macht sich kein Bild, wie viele von diesen Bussen morgens durch die Gegend fahren und einfach überalle Kinder einsammeln. ...hatte das eigentlich für ein Vorurteil gehalten, dass das überall so ist.

Monday, February 13, 2006

Bräuche am Valentinstag

Hier wird man unglaublich zugekleistert mit Karten und Blumen und Süssigkeiten, dass ich mich gar nicht mehr der Frage entziehen konnte, welchen Ursprung der Valentinstag hat. Bei meiner Suche bin ich bei internationalen Bräuchen auf die Japaner gestossen: In Japan beschenken am 14. Februar Frauen ihre Ehemänner, männliche Kollegen und Chefs mit Schokolade. Dafür dürfen sie dann einen Monat später weiße Schokolade als Gegengeschenk erwarten.
Dany, schick Schoki! Das gefällt mir!

Sunday, February 12, 2006

Die Ruhe nach dem Sturm



NYC zum Dritten

Als ob es nichts anderes in meinem Leben geben würde bin ich gestern schon zum dritten Mal in Manhatten gewesen. Mal wieder mit der Ansage, dass es total schlechtes Wetter geben würde. Aber wir haben glaub das aller Beste draus gemacht. Leider kam für meinen Geschmack das eigentliche Treffen mit Mareike ein bisschen kurz. Schauen wir mal, ob sich da in den nächsten zwei Wochen nochwas biegen lässt.
Meine Eindrücke zum dritten Besuch:
So groß ist der Central Park nun wieder auch nicht... . Naja, er ist zwar lang, aber man kann quer fast durchgucken. Sehr stylisch ist der asphaltierte Weg für Rennradfahrer und Jogger (je, ne eigene Spur!) durch den gesammten Park. Hätte ich ne Dusche gehabt, wäre ich auch gern nen Ründchen dort Laufen gewesen.
Das Metropolitan Museum, das wir aufgrund des Wetters angepeilt haben, war zwar riesig, aber richtig interessant waren nur kleine Bereiche.
Grand Central Station hat mir persönlich sehr gut gefallen!
Anschliessend ging es bei schlechtem Wetter wieder nach Hause, wo wir 14 Stunden nach der Abfahrt müde wieder ankamen. Danke Swantje für die kritischen Diskussionen und die Fotoschiesserei und cool Mareike in der Ferne zu treffen!

Snowstorm

Bis heute morgen dachte ich, dass die Amerikaner wie immer ein wenig übertreiben mit dem wie hier eigentlich der Winter ausschaut.
Aber ok, ok. Ich habe nun schon verstanden! 19 inch (fast 50cm) sind genug! Es brauchte John und mich gemeinsame 1.5h um die Einfahrt wieder befahrbar zu machen. Bevor wir heute abend ins Bett gehen, wird es eine zweite Aktion geben um die Schneemassen weiterhin unter Kontrolle zu behalten. Ich find das ganz cool -schliesslich ist heute Sonntag- aber wenn ich morgen früh vor der Arbeit wieder solche Mühen habe, dann könnte ich dazu meine Einstellung noch ändern!
Mein Auto sprang ohne Knurren an
John musste sogar zwischendurch "Gas" nachfüllen (holt er grad ausm Schuppen)

Friday, February 10, 2006

Amerikanische Heizsysteme

Manchmal kommt es mir vor, als ob Amerikaner das erste Mal Haeuser bauen. Wie blind ist es bitte, dass sich Temperaturen nicht Zimmerweise regeln lassen? Man kann nicht
einmal die Durchflussmenge beeinflussen. Dazu kommt, dass nur ein Thermostat pro Etage installiert ist. Und das befindet sich natuerlich im Flur, wo es im Winter ruhig auch mal kalt sein kann. ...Und wo ueberhaupt kein Heizkoerper installiert ist!
Wenn alle Zimmertueren geschlossen sind, dann heizt und heizt und schwitzt man in den Zimmern, ohne das das Thermostat davon Wind bekommt.
Ist aber das Thermostat unten im Wohnbereich auch 'offen', so fliegt die Hitze von unten nach oben, weil keine Tuer, unten erreicht das Thermostat nie die eingestellte Temperatur ... dafuer aber oben (aufgrund der aufsteigenden Hitze von unten). --> die Zimmer oben bleiben jedoch kalt, wiel das Thermostat nicht anspringt.
Also am besten warm anziehen und gar keine Heizung benutzen. Dabei zieht es jetzt doch wieder an. Draussen sollen am Sonntag 12-16 Inch Schnee fallen. Das soll mir was geben. Bin mal gespannt, was dazu mein Auto sagen wird.

Monday, February 06, 2006

Schon wieder Montag...

Und was für einer. Diese Woche ist die wirklich wunderbare Sekretärin und Rezeptionistin (Executive Assistant) von der Arbeit im Urlaub. Und offensichtlich haben sie keinen besseren als mich gefunden und haben mich an den Empfangsdesk gesetzet, um alle Telefonate anzunehmen. Jedes Mal wenn es heute klingelte hab ich einen halben Herzklabaster bekommen. Leider waren die Zeiten zwischen den Anrufen sehhhhhhhhr lang und ich hatte ein bisschen Langeweile. Heute abend hatte ich aber noch nen schönes Gespräch mit dem Vice President und nun bin ich wieder gut mit Arbeit ausstaffiert.
Uuuuund: Anna hat eine Woche Urlaub für März bekommen! *freu* Daniels Tante und Familie in Minnesota wird wohl kein Besuch von mir ersparrt bleiben. Ich komme!

Frechheit! ...verspäteter WE-Rückblick

Dann will man endlich mal wieder an seinem Blog schreiben und da ist die Seite down. Pah! Dann gibts hier nun den Wochenendreview halt erstmal vorgeschrieben.
Freitag nach der Arbeit hatte ich einen Termin zum Haareschneiden bei der Frau eines Kollegen. Wolfgang. Ich find die amerikanische Aussprache dieses Namens einfach zum Wegrollen (Wulfgäng! *hihi*). Als ich dort ankam wurde ich mit bereits fertigem Essen empfangen, dass wir nach der Wiederinstandsetzung einer längst verfallenen Frisur auf meinem Kopf gemütlich und lecker genossen haben. War nen richtig schöner abend mit nem Glässchen Wein und einfach ein bisschen Ruhe und Seele baumeln lassen. Hab mir sagen lassen, dass mir meiner neue Frisur stehe. Danke!
Am Samstag wollte ich mich mal wieder trauen mein Auto zu benutzen. Ich machte mich alleine auf den Weg zur Küste. John wollte mir erst noch seinen Freund Anthony auf den Hals drücken - ich entschied mich aber für Ruhe und meine eigene Geschwindigkeit. Der Strand Hammonasset ist sehr ruhig, da Long Island vorgelagert ist. So bekommt man gar nichts vom wilden Meer mit. Das Wetter war aber so zugezogen, dass von Long Island nicht viel zu sehen war. Ein gemütlicher einstündiger Spaziergang bescherte mir die noch zu postenden netten Fotos.





Anschliessend fuhr ich zu der Outlet-Mall nach Clinton und ich fand meine Fußgängerzone. Die neuen Malls sind nicht mehr überdacht, sondern haben maximal Arkaden, damit die Mallbetreiber nicht so hohe Fixkosten haben. Wie der Name Outlet schon sagt und uns die Esprit-Outlet-Erfahrung lehrt bin ich nicht gerade mit leeren Taschen dort wieder losgekommen. Meine Tüten trugen die Namen GAP, Fossil und Calvin Klein. Hätte nie im Leben geglaubt, dass ich jemals CK-Sachen besitzen würde. Danach gings nach Hause und es gab nen kleinen Videoabend mit John.
Am Sonntag hab ich ausgeschlafen, viele viele Mails geschrieben und mich um Zürich gekümmert. Zwischendurch bin ich noch mit John losgefahren in einen amerikanischen Car Wash. Funny, aber nix wildes.
Auf dem Rückweg haben wir im Gun Store angehalten und JOhn hat sich für 200 Bucks nen Riffle (Gewehr) gekauft. Gemäß Gesetz und der so genannten "Cool down"-Phase darf er dieses erst in zwei Wochen abholen um somit Kurzschlussverhalten auszuschliessen.

Sunday, February 05, 2006

Hammonasset

Thursday, February 02, 2006

:-)

Seit heute ist meine 1.0 in der DA und der Besuch von Micha amtlich!
*freu*
Hey, aber gerade heute möchte ich mal die Gelegenheit nutzen, zu sagen, dass das nicht alles völlig prächtig ist, was ich hier so erlebe. Kleiner Exkurs zum Beginn des letzten WEs. Ich habe Stefan nach Boston zum Flughafen gebracht und hatte ursprünglich vor, mir bei gutem Wetter ein schönes WE in Bosten zu machen. Hatte mir einige Hoteladressen rausgesucht und dann sollte es losgehen. Von wegen! Erstmal hatte ich eine böse, schon etwas länger andauernde Entzündung im Mund und spielte jede Stunde mit dem Gedanken, hier den Arzt aufzusuchen (das Zeug aus der Pharmacy schien nicht zu helfen). Zu meinem totalen Ernüchtern sprang noch auf dem Weg zum Flughafen die "Check Engin"-Kontrollleuchte im Auto an und erinnerte mich im 3 Min-Rhythmus daran, dass ich ein altes Auto besitze. Am Flughafen angekommen war ich mir schon nicht mehr so sicher, ob ich wirklich alleine Sightseeing unter den beschriebenen Umständen machen wollte. Als ich im Auto sitzend nicht eine Adresse von den rausgesuchten Hotels auf dem Stadtplan finden konnte und mir dennoch die Sonne breit ins lachte, beschloss ich nur einige Stündchen herumzuspazieren und mir das komplette Erlebnis Boston ein anders mal anzutun. Gesagt und nicht getan. Ich fuhr los und musste feststellen, dass nicht jede große Stadt nach einem so logischen Raster aufgebaut ist wie Manhatten. In irgendeiner Seitengasse hielt ich an. Meine Energie und mein Elan war gänzlich verschwunden. Aber es war keiner da, bei dem ich jammern konnte. Ich beschloss meinen Mund mit amerikanischem Hammer-Desinfizierzeug für die Rückfahrt zu betäuben und präpariert die Rücktour anzutreten. Und was war? Auf den gesamten 150km nach Hause leuchtete diese beschissene Leuchte nicht ein einziges Mal auf!
Um ehrlich zu sein, habe ich mich den Rest des WE ziemlich zu Hause verkrochen und mich geschämt, Boston zum greifen nah gehabt zu haben und darauf zu verzichten.

Wednesday, February 01, 2006

What the hell is a "pedestrian pricinct"?

Eines Tages wollte John mir ein Kompliment machen und meinte, dass ich viel Vokabeln kennen würde, die nicht zum Grundwortschatz gehören würden. Ich dankte ihm für die Blumen und erzählte weiter, dass ich in der Schule aber auch manchmal nicht so notwendige "Rand"wörter kennengelernt hätte. Als Beispiel nannte ich "pedestrian pricinct" (Fußgängerzone), was wir glaub in Unit 3 hatten. Er schaute mich an und schaute wieder weg. Er war zunächst kurz verunsichert. Er hatte dieses Wort noch nie (!) in seinem ganzen Leben gehört. AMERIKANER KENNEN KEINE FUSSGAENGERZONEN! ...Es scheint sie wirklich in GAR KEINER amerikanischen Stadt zu geben (Denn Amerikaner fahren stattdessen natürlich immer mit ihren Autos zu ihren großen Malls). Man macht sich kein Bild davon (in Gedenken an meine Oma, wie sie früher zu sagen pflegte), wie sie sich an diesem Wort ergötzt haben. Als Jenn zu Hause war, forderte mich John auf, ich solle Jenn nach dem Weg zur ...ich wisse schon fragen. Jau, macht euch nur lustig über uns Europäer! Als wir letztes Wochenende versucht haben Sightseeing in Hartford zu machen, ahmte John das tatsächlich nach. Er fragte die Bibliothekarin in der Library sogar nach der Fußgängerzone in Hartford. Natürlich guckte die auch als ob jemand sie auf den Arm nehmen wollte! Und ich glaube John wird sich auch in 10 Jahren noch über nicht existierende Fußgängerzonen amüsieren können!

Wo ich grad über letztes WE schreibe, kann ich auch noch ein paar Fotos von einem am WE total ausgestorbenem Hartford (Capital of Connecticut) posten. Hartford ist bekannt dafür eine reine Arbeitsstadt zu sein. Es gibt einfach gar nichts ausserhalb der Arbeitszeit in Hartford zu machen ausser die Skyline am Abend aus dem Auto aufzuschnappen.

Wie kommt der Chef der Versicherung morgens zur Arbeit?
Antwort

Englisch lernen

So realisiert man, dass es gut ist, hier zu sein.