Anna in USA

* 4 Monate Connecticut *

Wednesday, May 03, 2006

Die 1980-Meilen-Reise

Was war das ein komisches Gefühl als ich Daniel und Micha am Flughafen abholte. Ich war aus 'meinem' Amerika rausgerissen und wurde ungewollt binnen Sekunden zu einem von vielen Touristen. So waren die ersten Tage der Reise sehr stark von dem Gefühl Abschied zu nehmen geprägt. Aber so sehr auch mein Herz an meiner kleinen neuen Welt hing, so sehr war ich auch mitgerissen von dem gemeinsamen Aufbruch mit richtigen Freunden. Rückblickend war es ein ziemlich genialer Urlaub. Um nach all den kleinen und grossen Highlights der 12 Tage wenigstens ein bisschen festzuhalten, wollte ich wenigstens die Reiseroute nachzeichnen:
1.Tag: April 13th, Thursday
Nachdem Daniels Flug Verspätung hatte und Micha eh später kam, hab ich fast den ganzen Tag am JFK verbracht. Als ich dann beide Männer um mich hatte wollten wir Manhattan (New York)* mit dem Auto unsicher machen. Bei fantastischem Sonnenschein war das einfach super. Anschliessend sind wir hoch Richtung New Haven (Connecticut), da wir bei Paul übernachteten. Abends sind wir mit Paul und Peter, seinem Bruder, dort gut einen trinken gewesen.
2.Tag: April 14th, Good Friday
Naja, von krilichem Karfreitag war nicht soo viel. Nach gemütlichem Aufstehen sind wir an der Küste Neuenglands entlang und haben am Hammonnessett Beach (Connecticut) und in Jamestown und New Port (Rhode Island) angehalten. Da die Zeit schon fortgeschritten war haben wir beim Stopp in Cape Cod (Massachussetts) nichts mehr gesehen und standen an einem dunklem Strand. Macht aber nichts, wir hatten trotzdem Freude an Nachtbildern machen. Geschlafen haben wir kurz vor Boston, wir fanden die Preise okay, mussten aber in den folgenden Tagen feststellen, dass es nicht viel teuerers gibt, als da oben irgendwo zu schlafen.
3.Tag: April 15th, Saturday
Boston (Massachussetts). Die Stadt haben wir zu Fuss erkundet und sind schliesslich noch im Science Museum gelandet, in dem es eine Star Wars Ausstellung gab. Das war natuerlich was für Micha und Daniel. Irgend eine Fremde drückte mir noch ein Freiticket in die Hand. Habe ich mich auch drüber gefreut.
Rückfahrt zu Paul. Aber mit gewichtigem Zwischenstopp bei Matt, einem Arbeitskollegen von mir. Er hatte uns zu Clams und Lobster (Muscheln und Hummer) zu sich nach Hause südlich von Springfield (ebf. Mass) eingeladen. Herrlich.
4.Tag: April 16th, Easter
Tja tja, komisches Gefühl so einen Tag nicht in der Familie zu verbringen. ...haben wir auch nicht gemacht. Paul hatte uns in seine halb italienische Familie ebf. in der Nähe von New Haven eingeladen. Das war einfach super! Paul, Daniel und ich sind morgens erst in die Kirche österlichen Segen abholen gefahren, haben dann uns mit Micha noch kurz Yale (edelste Eliteuniversität aus den Staaten) angeschaut und dann den ganzen Tag mit Essen, Quatschen, Essen, Trinken, Quatschen und nochmal Essen verbracht. Was eine Gastfreundschaft! Das ganze gipfelte in der Einladung von Pauls weiterem Bruder Marc und Frau ihm nach Philadelphia (Pennsylvania) zu folgen. Also düsten wir am Abend noch mit ihm runter.
5.Tag: April 17th, Eastermonday
Wer glaubt, dass das drüber ein Feiertag ist, der hat sich geschnitten. Da Marc aber wohl zur Zeit arbeitssuchend ist, hat er uns die Stadt gezeigt. Einen besseren Führer hätten wir auch gegen gute Bezahlung nicht haben können. Er ist geschichtsinteressiert und einfach gut bewandert was sämtliche Ecken der Stadt anbelangt, in der er wohnt. Respekt und Danke! Aber so langsam mussten wir auch mal zeigen, dass wir ohne Familie Izzo die Staaten kennenlernen konnten. Daher haben wir uns am Abend abgesetzt und sind nach Ocean City (südlich von Delaware, liegt bereits in Maryland) gedüst, um von da aus einen guten Ausgangspunkt für den nächsten Tag zu haben.
6.Tag: April 18th, Tuesday
Wir wussten alle nicht was uns erwartet - Ocean City ist ne richtige Touri-Absteige, wo sich an der Küstenstrasse ein Hochhaushotel ans andere reiht. So Urlaub zu machen ist eigentlich gar nicht mein Stil und hatte ich oben in New England auch noch nie gesehen. Aber da vor der Saison durchzufahren und sich vorzustellen, wie sich andere Leute da Tage später wohl die Füsse platttreten würden, war super interessant. An dem Morgen kauften wir das erste Frühstück bei Dunkin Donuts und verzehrten es am Strand. Micha gab erste Meldungen, dass er krank sei. Ich schenkte dem aber noch keine grosse Beachtung. Nach kleiner Stärkung bzw. Koffeinweckkur gings auf in einen hochgelobten Nationalpark auf der Assateague Island (Maryland), eine vorgelagerte Insel vor dem Festland mit wilden Ponys. Naja, der Megakracher war das ganze nicht. Zuerst sahen wir nur wilde Rehe im Gestrüpp, hatten keinen Geländewagen für das ultimative über die Insel krachen und es wehte ein empfindlicher Wind da draussen im Vergleich zu OC und die Jungs sind nichtmal mit mir ins Wasser. Aber nen Sonnenbrand konnte man sich schon holen. Anschliessend haben wir uns als anständige Amerikaner richtig mit Fastfood überfressen, bevor es über den Chesapeake Bay Bridge Tunnel (Virgina) Richtung Virgina Beach ging, nächste Nacht. Dieses Bauwerk als Zwischending zwischen Tunnel und Brücke war schon beeindruckend. Da ist für meinen Geschmack das schönste Foto des Urlaubs entstanden.
7.Tag: April 19th, Wednesday
In Virginia Beach hatten wir ein Hotelzimmer mit Meerblick. Ausserdem waren wir abends auch im hoteleigenem geheiztem Freibad und Whirlpool mit Unterwasserbeleuchtung und Blick zu den Sternen, was dann wohl bei uns Maulwürfen (Micha und ich) nur Daniel geniessen konnte. Morgens bin ich am Strand joggen gewesen. Ich habe mir so viel Farbe an den Beinen geholt, dass nach 2 Wochen immer noch die Streifen an den Beinen zu sehen sind. Nach der Heimkunft musste ich feststellen, dass Micha mitlerweile Fieber hatte. Menno! Unsere Fahrt an diesem Tag erinnerte mich mehr an einen Krankentransport. Er hat hinten quer mit Decke im Auto gelegen und einen Schwitzanfall nach dem andern durchstanden. Auf dem Weg nach Charlottesville (Virginia) unserer nächsten Nachtstätte haben wir in einem Monster Mega Outletstore den Nachmittag verbracht, eine gigantische Einkaufsarena, in der man jegliche Marke antreffen kann. Tagsüber gabs nen Wendys-Burger und abends haben wir in Charlottesville mit ner Flasche Wein und nochmal nettem Essen und guter Bedienung in meinen Geb reingefeiert.
8.Tag: April 20th, Thursday
Neuer Tag, neue Gesundheit. Micha ging es Gott sei Dank wieder besser. Nationalpark II (Shenandoah Park, Virginia) stand auf dem Plan. Als wir da waren realisierte ich erst, dass es sich lediglich um die Ausläufer der Blue Ridge Mountains handelte, so dass wir nur selten über wirklich blaues Gestein stolperten. Dort haben wir ne kleine Wanderung gemacht, bei der Micha nochmal krankheitsgeschwächt nen ordentlichen K.O.-Schub bekam. ...und am nächsten Tag Muskelkater. Naja, das ganze nahm dann doch so viel Zeit ein, dass wir die Tropfsteinhöhlen knickten und nach 3/4 der Strecke uns auf den Weg nach Fairfax (Virginia) gegaben. Einen Ort vor Washington (Destrict of Columbia), in der Hoffnung auf moderate Hotelpreise. Dort angekommen sind wir richtig proletig aus Kosten meines Pas anlässlich meines Geb Steak-Essen gewesen. Anschliessend sind wir nach Washington rein und haben uns die 'Mall' bei Nacht angeschaut, zentraler Parkbereich, um den alle wesentlichen Bauwerke herumgebaut worden sind. Es war ruhig, die angestrahlten Bauwerke imposant und beeindruckend. Der Eindruck ist nicht mit den touristenüberschwemmten, abgelaufenem und ungepflegten Grasflächen tagsüber vergleichbar.
9.Tag: April 21th, Friday
Endlich und dringend stand mal ein Tag allein für Daniel und mich an. Wir fuhren zu dritt zunächst in die Stadt, wo sich nach leckeren Boritos unsere Wege trennten. Micha fröhnte die Stadt und alle freien Museen in seinem eigenen Tempo erkunden zu können, Daniel und ich verschanzten uns dagegen in einem Starbucks-Café und führten längs überfällige Gespräche und füllten dabei unsere Bäuche mit Unmengen von Chai Tea Latte. Abends setzte sich Micha nochmal für amerikanisches Kino von uns ab und Daniel und ich genossen noch ein bisschen mehr Zweisamkeit. ...auch wenn Washington DC die Hauptstadt der Staaten ist, irgendwie ist sie an Daniel und mir ein bisschen vorbeigezogen.
10.Tag: April 22th, Saturday
Nach wie immer spätem Auschecken aus dem einzigen Hotel, in dem wir zwei Übernachtungen hatten (mal ausgenommen von Hotel Paul ;)), sind wir nochmal in die Stadt und Micha zeigte uns die Highlights der verpassten Museen, die tatsächlich alle ohne Eintritt sind. Anschliessend hiess es Konzentration auf Rückreise. Schliesslich war New Jork (NY) noch ganz schön weit weg. Wir sind an dem Tag gemütlich bis Allentown (Pennsylvania) getuckert und abends nochmal in irgendner Burgerschmiede mit Livemusik gelandet. Dany und ich bestellten nen großes Bier, Micha nen Cider (er wollte fahren!). Das grosse Bier entpuppte sich mehr als Mass und Micha bekam Minderwertigkeitskomplexe mit seinem 0,25l-Cider und bestellte ohne den ersten Schluck genommen zu haben direkt einen weiteren und ein ebenbürtiges Glas zu unseren. Schlussendlich musste Daniel nach Hause fahren. ...Spass hatten wir aber alle drei an dem Abend und die Pizzavarianten waren auch sehr leckerig!
11.Tag: April 23th, Sunday
Tjo, ich hatte irgendwo gelesen, dass Pennsylvania ein Weinanbaustaat sei und wir hatten prinzipiell noch nichts um uns bei Pauls Familie zu bedanken. Auf "Schaun wir mal, was sich finden lässt!" sind wir direkt bei der ersten Adresse bei einer richtigen Weinprobe zum Thema 'German Weekend' gelandet. Gut, dass wir alle noch nicht gefrühstückt hatten! Nach 8 Flaschen sind wir weiter Richtung Manhatten gefahren. Da wir im ganzen Urlaub noch keine Abstiege hatten (muss man doch eigentlich auch mal mitnehmen, nicht?), haben wir einfach das günstigste aus dem Tour Book angerufen und blind gebucht. Einfahrt nach Manhatten war gigantisch. Wir hatten wie auch die letzten Tage vorher unser Loch in der Wolkendecke über uns und es sah einfach nur imposant aus. Micha war glücklich sich das Großstadtfahren auch nochmal antun zu koennen und angekommen am Hotel bekam ich meinen Mund nicht mehr zu! Wir waren unmittelbar am Time Square und hatten einen Marmoreingang und alles Tip Top für 140Bucks für 3Personen. Wow!
Dann stand Autoübergabe an. Habe mich nochmal gefreut Pia, Thomas und Co. nochmal kruz wiederzusehen und war auch froh, endlich heile die Verantwortung für mein Auto abzugeben. Leider ist mit dem Auto dann auch das Loch in der Wolkendecke weggezogen. Empire State Building machte wegen aufziehendem Nebel überhaupt keinen Sinn. Schade! Abends sind wir nochmal in den Jazz-Bezirk von Manhatten gefahren und haben ein wenig den Urlaub vor unserm geistigen Auge Revue passieren lassen. Live-Musik ist doch was feines!
12.Tag: April 24th, Leaving Monday
Sachen packen, an der UNO vorbei uns runter bis indensüdlichsten Zipfel. Dann ab zum Flughafen. Warten, warten, warten. Abreise. Mit dem Kopf voll Eindrücken gings ab nach Hause, wo wir alle gut am nächsten Tag ankamen.
* Die Angaben in Klammern beziehen sich auf die Staaten, in denen sich die erwähnten Orte befinden.

Sunday, April 09, 2006

'Mein' letztes Wochenende

Freitag war mal mit Abstand einer der coolsten Freitage. Ich hab mich auf der Arbeit irgendwie ewig mit Paul verquatscht, so dass wir erst um 7 ausm Office getaumelt sind. Da er kurzentschlossen Pia, Thomas und mir abends beim Weggehen Gesellschaft leisten wollte, sein Weg nach Hause aber nicht mehr lohnte, wollten er und ich die Zeit bis halb zehn halt irgendwie überbrücken. Über 10 Umwege und Umstände sind wir schliesslich bei einem Baseballspiel der Training-League (so müsste die zweite Liga hier heissen, wenn mich nicht alles täuscht) gelandet. Wow, ich hab das riesig genossen, da ich nicht mehr damit gerechnet hätte, dass das klappt (weil die Saison erst dieses WE anfing) und dann sogar noch jemanden neben mir sitzen zu haben, der mir Regeln erklären kann. ...und dazu noch einfach nur nen feiner Kerl ist - meiner Meinung nach. Also, Baseball, das ist echt ne Sache für sich. Ich kam mir ernsthaft so vor wie im alten Rom. Spiele fürs Volk. Es ist ein wahnsinnig schönes Spiel, aber hat meiner Meinung nach nichts mehr mit Sport zu tun. Publikum ist weniger mit der Männermehrheit beim deutschen Fussball zu vergleichen und so ein Spiel kann locker mal 4-5 Stunden dauern. Also auch Zeit zum quatschen und - ach - keine Ahnnung genüsslich den Einklang des WE zu geniessen. Wir kamen eine Stunde nach Beginn und sind auch schon nach etwa 1,5h wieder abgehauen, weil wir ja noch ins Murphys & Skalettis wollte, was wir nach weiteren 1,5h umherirren im Großraum Hartford endlich auch fanden. Dort gabs Livemusik, das ein oder andere Bierchen, so dass der Freitag einfach zu einer runden Sache wurde.
Samstag war Rhode Island angesagt... was für mich auch schon irgendwie stylisch war, weil ich genau damit auch am ersten Januar-WE meine Zeit hier eingeläutet hatte. Bäh, war das ein Sch*-Wetter. Schliesslich war fast ausschliesslich Sightseeing mit dem Auto möglich.



Mal gucken, was die letzten Tage noch bringen, bevor am Donnerstag Daniel und Micha in NY am JFK aufkreuzen und wir zu dritt den Osten unsicher machen werden.

Schrecklich (schöne) Gefühle

...und das wirklichin so mancher Hinsicht. Wie bereits erwähnt war am Freitag Allhands-Meeting. Vice President Jürgen hat mich vor 40-50 Leuten direkt zu Beginn nach vorne geholt und mir nen Feuermelder überreicht! *tada* Die Leute, die mich gefragt haben, warum ich rot würde, denen hab ich das Mund mit "weil das die Farbe der Feuerwehr ist!" gestopft. Das hat mir schon beschert, dass anschliessend jeder MA zu mir hinkam und fragte: "Wie hast du das denn geschafft?" Ja, ich werd auch nie wieder son dummes Dingen anfassen!!! ...das ganze war für mich unter cool und schmunzelwert zu verbuchen. Am Ende des Allhands-Meetings hat Jürgen mich nochmal nach vorne gerufen, um sich vor allen bei mir zu verabschieden, danke zu sagen und mir nen Buch zu überreichen. ...Nach der Rede vom Big Boss hatte keiner über gute Zahlen geklatscht, aber bei mir. ...Sowas macht mich auf Anhieb immer ein paar Inch größer aber umgehen kann ich damit nicht. Wusste die nächsten drei Stunden nicht, wie ich mich wieder ruhig stellen sollte. Die Gespräche, die durch das zweite Mal vor allen Kollegen zu stehen hervorgerufenen wurden, waren ebenso zwiegespalten. Einen klareren Spiegel kann man nicht vorgehalten bekommen, wie nah einem viele Menschen stehen, was an sich sehr erfreulich ist. Einen härteren Schlag auf den Hinterkopf zu realisieren, dass man diese Menschen alle auf einmal mehr oder weniger hinter sich lässt, kann man auch nicht bekommen.
DANKE.

Tuesday, April 04, 2006

Für manche Erfahrungen muss man erst nach Amerika reisen!

Naja, wenn ich einen ehrlichen Post zu diesem Thema schreiben würde, da würde der sicherlich überquellen. Da einige Erfahrungen aber nicht in die Weiten des Internets gehören, beschränke ich mich auf die bis auf die Knochen peinliche Aktion von gestern:
Anna, schusselig, wie sie nunmal des Öfteren ist, hatte ihre ID-Karte morgens nicht gefunden, mit der man vom Flur ins Grossraumbüro kommt. War eigentlich kein grosses Dingen, immer wenn ich aufs Klo bin, hab ich mir lieb eine andere Karte ausgeliehen. Am Ende des Tages hatte ich mit Pia und Thomas ausgemacht, nochmal schnell auf die Restrooms zu gehen und dann im Flur auf sie zu warten. Da stand ich nun und hatte Langeweile. ...und sie wollten einfach nicht kommen... und irgendwie war ich .. da so ... an so nem Teil halt ... an der Wand halt ... am rumnölen, als sich das langsam löste und Anna plötzlich bewusst wurde, dass das wohl der Feuermelder sein könnte. Irgendwie konnte ich das Dingen nicht mehr fixieren und ehe ich mich versah *ZACK* Anna hatte Feuer ausgelöst. Aus purer Langeweile!
Fazit:
- Warum müssen die Dinger hier so anders aussehen wie in Deutschland? Auch wenn ich noch so verträumt bin, würde ich in Deutschland nie auf die Idee kommen an so einem Dingen dran rumzuspielen.
- Warum hat keiner versucht wirklich das Gebäude zu verlassen?
- Warum hab ich so ein Schwein, dass sich die Feuerwehr über das schlecht installierte Alarmsystem im Gebäude und nicht über mein kindisches Verhalten aufregt?
- Wie cool ist es bitte, dass der Vice President das zum Anlass nimmt ein All Hands Meeting für nächsten Freitag einzuberufen und dabei ne Runde Pizza für 40Mann zu schmeissen?

Das Glück ist wohl mit die Doofens.

Sunday, April 02, 2006

Vermont

Gestern waren Daniel, Thomas (der neue Intern) und ich in Vermont. Hier eine kleine Auflistung der Highlights:
Wir hatten uns eine schnickelige Scenicroute rausgesucht und ich bat schon nach ein paar Minuten um eine Fotostopp aufgrund eines auf den ersten Blick malerischen Flusslauf. Als wir ausstiegen stellte sich das Ufer mehr als Müllabladeplatz heraus und Thomas entdecke bald ein halb verwestes Reh. ...die müssen hier offensichtlich nicht entsorgt werden. Ich wollte mich davon nicht abhalten lassen und krachselte den Abhang herunter,um wirklich zum Bach zu kommen und begegnete einem Rehskellett. Guten Appetit! Als Thomas dann nochmal rief: "Hier liegen noch zwei Beine!" beschlossen wir relativ schnell fix weiter zu fahren.
Erlebnis 2 war auf jeden Fall der Bauer, der gerade dabei war Maple Sirup herzustellen. Wusstet ihr, dass schon die Indianer den herstellten? Wir haben den eigentlich mehr durch Zufall gefunden und seine Hütte war mitten in einem Wald zu dem nur ein völlig vermatschter Weg hinführte. Nach super Sonderführung haben wir alle fleissig selbstgemachten Sirup eingekauft und sind mit einem matschfarbenem Auto weiter.
Als nächstes wollte ich Rast in einem State Park machen (Die sind zwar nicht mit Nationalparks vergleichbar, aber sind meist wunderschöne Ecken). Dem ganzen war zwar auch so, aber wir stellten bei qualmender Motorhaube relativ schnell fest, dass wir ziemlich stark Kühlflüssigkeit verloren. Planänderung. Wir haben Wasser aus dem See nachgefüllt und sind zur nächsten Werkstatt getuckert, Gott sei Dank dort heile angekommen und dann für 20$ nen Citycruiser als Mietwagen bekommen. Glücklicherweise konnte der Wagen vor Ort repariert werden und wir sind nach drei Stunden weiter gefahren.
Mit Verspätung standen dann noch die Entdeckung von vier Covered Bridges an, die alle irgendwie unterschiedlich seinen Reiz hatten. Da ist Daniels Kamera nochmal richtig zum Einsatz gekommen, weil die gute Nachtaufnahmen macht.
Back in Hartford haben wir noch gemütlich bei zwei Bierchen den Tag ausklingen lassen.
Hat super Spaß gemacht. Das im Indian Summer muss einfach atemberaubend sein.

Gut gelaunt

wenn Bäume anfangen zu knospen...
wenn die ersten Krokusse blühen...
wenn die Forsythien anfangen zu blühen...
wenn die ersten Fenster in den Häusern aufstehen...
wenn Fahrradfahrer einen mit breitem Grinsen anschauen...
wenn ein Vater mit seinen Kindern Straßenbasketball spielt...
wenn nur zwei Flugzeugkondensstreifen an einem ansonsten knallblauen Himmel zu sehen sind...
wenn man das erste Mal mit kurzen Hosen joggen geht...
wenn kanadische Zuggänse im Teich schwimmen, weil das Wetter zum rasten einläd...
wenn der Spielplatz überfüllt ist...
wenn Hunde am Grundstücksrand stehen und jeden Passanten begrüßen...
wenn die letzten Weihnachtslichter eingepackt werden...
wenn Autos geputzt werden...
wenn einfach alles irgendwie kontrastreicher ist...

...dann hat mit aller MACHT der Frühling begonnen :)

Der Frühling hat begonnen...

Auch wenn man noch keine Blätter finden kann, so sind diese Tulpen bei John im Garten doch ein guter Beweis, dass der Frühling mit aller Macht kommt. Letzte Woche hat unsere Sekretärin Osterglocken fürs Büro bekommen. Und die sind doch tatsächlich aus Großbriannien importiert worden. So 'blöde' Osterglocken- importieren. Schon krass, oder?
Naja, ich geniesse jetzt jeden Strahlen hier. Too bad, ich würde gerne mehr Leben gedeihen sehen, bevor es wieder nach Hause geht. Noch sind 7 Arbeitstage zu schaffen!

Wednesday, March 29, 2006

Auto zu verkaufen!

Argh, im Moment gehen hier die Sachen mal wieder drunter und drüber - leider für so einige Personen in unerfreulicher Weise. Ein Todesfall in der Familie in Deutschland und ein zerstörtes Auto über Nacht mit Fahrerflucht überschatten die Atmosphäre auf der Arbeit. Zu blöd für Thomas, dem neuen Praktikanten, dem ich sehr einen guten Start wünschen würde. Wenigstens das Wetter spielt mir und er hat einen richtig schönen ersten Frühlingstag hier gehabt.
Ob ich will oder nicht - mein Ende ist schon in gute Sichtweite gerückt. Aus diesem Grunde muss ich anfangen langsam ans Auto verkaufen zu denken. Schön wäre ein Verkauf erst nach der Rundreise, aber dann ist keine Zeit mehr übrig. Vorteilhaft wäre auch für die Rundreise mit Micha und Daniel ein Mietwagen, aber dafür würden dann ja noch weitere Kosten entstehen. Ich hoffe, dass das Schätzchen sich gut auf dem Gebrauchtwagenmarkt machen wird.

Monday, March 27, 2006

THANK YOU, MATTHEW !!!

Es war einfach wundervoll!
Donnerstag

Freitag


Samstag

Sonntag

Wednesday, March 22, 2006

Mittwoch - heute hab ich nochmal nen ausgedehnten Spaziergang mit Katie gemacht und nachmittags hat Anna (!) aufm Pferd gesessen. Am Anfang war ich wahrscheinlich noch aengstlicher als Chestnut. Die gute Stute ist seit 4 oder 5 Montaten nicht mehr geritten worden und war dementsprechend ziemlich scheu. Leider habe ich nicht viel Zeit bei den Pferden verbringen koennen, aber wenn ich wieder eine Moeglichkeit bekomme, ich werde sie auf jeden Fall nutzen!
Morgen werde ich mit Matt in Richtung Duluth aufbrechen und den Rest der Zeit bis Sonntag nicht mehr nach Ivanhoe zurueckkehren. Auf dem Plan steht auf jeden Fall ein Eishockeyspiel und ich denke auf jeden Fall die Mall of Amerika. Aus diesem Grund heisst es jetzt schon von Ivanhoe Abschied nehmen. Ich bin beeindruckt von der Gastfreundschaft, sage Danke und verspreche naechstes Mal mit Daniel wieder zu kommen!