Anna in USA

* 4 Monate Connecticut *

Tuesday, January 31, 2006

"The coolest thing on earth!"

Oh boy! John ist aber auch ein enthusiastischer Mensch! In den letzten Tagen hat er den Soda Streamer entdeckt. Normalerweise trinkt er hier immer Seltzer, was dem deutschen Sprudel entspricht. Ich war am Anfang irgendwie confused, dass das hiesige Soda eigentlich Cola ist, wobei das Wort Soda Streamer doch eigentlich eine geschmacksfreie Bedeutung hat, nicht? However, John hat spontan keine Lust mehr auf Cans (Dosen) kaufen (30 Cents each) und wir haben unumgehend mal ausgerechnet, dass er den Kaufpreis der Maschine in 3 Monaten "eintrinken" würde. Und das, haltet euch fest, bei einem Zylinderpreis von schlappen 19 Bucks (in Deutschland gibt man max. 8Eurönchen für die großen Flaschen aus). So wie es das amerikanische Vorurteil will, gibt es die Zylinder natürlich auch nirgends zu kaufen. Das heißt im Netz bestellen und jede leere Patrone einzeln von einem Dienstleister an der Haustür auswechseln lassen.
By the way - eigentlich wollte ich mir den folgenden Stuff für langweilige Tage aufheben, aber irgendwie will ich Crazy America auch nicht ruhen lassen - die Amis haben in der Regel "Drive through"-Bankautomaten. Das heisst für alle "original Germans" (the way, John is talking about older German people, who don't know English at all): Man erledigt hier seine Bankgeschäfte nicht am Schalter, nein, man bleibt im Auto sitzen und lässt sich bedienen, wie man das in Deutschland maximal vom Mac Donalds oder Burger King kennt. Mitlerweile hat sich das hier sogar bei den Apotheken etabliert.
Nun reicht es aber erstmal mit dem Draufrumgehacke auf den amerikanischen Sitten, morgen werde ich mal über die major differences schreiben, die die Amis bei deutschen Dingen wahrnehmen, was für uns das normalste auf der Welt zu sein scheint.

Monday, January 30, 2006

Bitersites - Schmunzelhafte Seiten meines Landlords

Als ich hier in Newington am ersten Tag ankam, staunte ich nicht schlecht, dass John seine Katze 'Bitersites' nannte. Aber da so viele Dinge für mich und um mich herum so neu und anders waren, nahm ich diese Kuriosität ersteinmal so hin. Nach einigen Tagen erklärte mir John, dass das sein einziges deutsches Wort (= 'beiderseits') wäre, das er kenne. Er habe es bei seinem Externship (bezahlte Praxiserfahrung in seinen Sommerferien) bei der MTU aufgeschnappt und irgendwie hatte es ihn inspiriert. Auf dem Weg nach Hause beschloss er prompt, seine Katze 'Rainbow' kurzerhand nun 'Bitersites' zu nennen. Und als wäre dem noch nicht genug trug sich gestern folgendes zu:
Er kam plötzlich an und meinte, er hätte versucht, mit Bablefish meinen Blog zu übersetzen. Die Seite würde nicht ansatzweise etwas taugen. Sie hätte nicht ein einziges Wort erkannt und übersetzt. Ich schaute ihm über die Schulter und sah, dass er einen anderen Blog geöffnet hatte. Anna in America. Und was machte John? Auch wenn er keines der ungarischen Worte verstehen konnte, postete er erstmal nen Comment mit dem orginal eingeenglischten 'beiderseits'.
Ob das die ungarische Anna wohl verwirren mag?
Eins steht fest, 'Bitersites' steht in zweierlei Hinsicht für mein momentanes Leben. Auf der einen Seite beginne ich immer mehr zwei Sprachen zu vermischen und auf der andern Seite vermixen sich bei mir langsam die amerikanischen Eindrücke mit meinen Erwartungshaltungen und was mir zunächst so verdammt amerikanisch vorkam, erscheint mir mehr und mehr normal. Eben 'on both sides'. :)

Sunday, January 29, 2006

Was denken Amerikaner über Deutschland?

Erstmal möchte ich mich für die ganzen lieben Mails bedanken, die mich bis jetzt erreicht haben. Aufgrund von Egge und Brigitte gibt's heute einen kleinen Exkurs zu den Einstellungen der Amis zu Deutschen. ...Erstmal eine lange Zeit GAR NICHTS. John meinte, er hätte jetzt das erste Mal in seinem Leben mit einem Deutschen gesprochen und war sehr beeindruckt, dass doch tatsächlich über 80Mio. Menschen bei uns wohnen. Das sind ganz schön viele für ein Land in Europa, in Amerika würden nur 300Mio. Menschen wohnen, weil die Puertorikaner alle eingewandert wären. Weiter meinte er, ich wäre so etwas wie ein "collector's item"(Sammlerstück), das man überall zur Schau stellen könnte.
Politik
Was ist ein "Kanzler"? Eine Frau als President? Wenn jemand Helmut Schröder sagt, dann muss man sich schon freuen, dass was hängen geblieben ist. Besser bestellt ist es tatsächlich um die Namenskenntnis der Politiker im Dritten Reich. Komisch! Als wir so am plaudern waren, packte John plötzlich aus, dass man hier bei Stammtischrunden immer häufiger auch folgendes hören würde: "Die Deutschen hätten besser den Zweiten Weltkrieg gewonnen, dann hätten wir heute keine Probleme mit dem Terrorismus." Als ich das hörte, wusste ich erst gar nicht, was ich sagen sollte. Völlig konfus, oder? ....Wenn man noch nie im Leben von Angela Merkel gehört hat, weiss man auch nicht, dass sie kürzlich im eigenen Land war!
Sport
Borris Becker, mancheiner erwähnt vielleicht noch Michael Schumacher aber das war es. Soccer interessiert eben keinen.
Essen
Bratwurst, Bier, ...bayrisches, fettes, schweres Essen
Landeskunde
Berlin, München, "Cologne? Oh, I thought it is even a part of France.", Belgium ist Teil von Deutschland und die Schweiz liegt am Meer.
Gesellschaft und Durchschnittscharakter
Irgendwie ist immer noch was von unserer Technologieführerschaft hängen geblieben. Auf mein Nachfragen, ob man das nicht besser den Asiaten zuschieben sollte, kam die Antwort: "Nein, die sind sehr gut bestehende Technologien zu verbessern und zu etablieren, aber die Deutschen wären die kreativen Vordenker." ...Aber wie sollen sie sich eine Meinung bilden, wenn sie noch nie im Leben einen Deutschen kennen gelernt haben?
Hey, noch Fragen?

Saturday, January 28, 2006

Crazy America II oder Putzerfahrung

Ich sage euch, in der Kategorie "Crazy America" braucht man nie Sorge haben, dass der Stoff ausgeht. Als ich John bat mir den Staubsauger zu zeigen brachte er mir dieses Prachtstück. Seht ihr das Licht? Das sind richtige Scheinwerfer.
Believe me, this is really a spotlight!
Damit man auch sieht, was man aufsaugt.

Ok, als nächstes war das Badezimmer dran. Auch da fragte ich John nach Putzmitteln und bekam eine Sprühflasche in die Hand gedrückt.
"Pffff, pfff, pffffff...!" Als ich den Lappen zum Wischen auf den aufgesprühten Reiniger legen wollte, realisierte ich, mit was für einem Zeug ich es zu tun hatte. Es stach in der Nase und meine Augen fingen unmittelbar an zu brennen und tränen. Ich lief sofort zum Fenster, riss es auf und steckte meinen Kopf raus. "Was für ein agressives Zeug!"Naja, mir blieb nichts anderes übrig, als Luft anhaltend das Bad zu putzen. Auf meine Bemerkung "John, dass ist aber ein harter Stoff!" meinte er: "Ja, das ist gut, damit kriegt man alles sauber!"

NYC - Fotos (01/21/06)

Ok, ich glaub die nachfolgenden Fotos erklären sich von selbst ;)

Sunday, January 22, 2006

(disastrous weekdays -) HAPPY WEEKEND III

Heute war ich voll auf Gammeln eingestellt. Aber als mich John nach nem Trip nach Norwich fragte, war ich natürlich sofort dabei. Also auf gings mal eben für 45 Meilen als kleiner Sonntagsausflug. Wahnsinnig schönes Frühjahrswetter! John meinte, er könnte sich nicht an einen derart milden Winter erinnern. - Das einzige, was mir hier nicht in den Kopf will, sind die Eichhörnchen (squirrels). Halten die nicht in Deutschland Winterruhe? Die flitzen hier haufenweise den ganzen Winter über durch die Gegend! Aber das nur am Rande - In Norwich haben wir uns die kurz das Theater und die "Kathedrale" angeschaut. Was die Amis halt als Katehdrale bezeichnen. War ne schöne Kirche, aber come on, ne Kathedrale ist schon was anderes. Immerhin haben sie dort einen Bischof! Anschliessend gings zum eigentlichen Reiseziel, dem Slater Memorial Museum. Da hat doch tatsächlich ein Neureicher im 19.Jahrhundert veranlasst, dass von allen wichtigen Statuen auf der Welt Negative gemacht werden, damit die Amis sich das auch angucken können. Die Nachbildungen waren nicht wirklich liebevoll hergestellt. Aber doch bin ich dadurch heute Nachmittag mal wieder weit in die Geschichte zu den alten Griechen zurückgekehrt. War recht unterhaltsam mit John weil er sich für soetwas wahnsinnig interessieren kann! Auf dem Rückweg fiel John ein, wir könnten noch auf den Cedar Mountain in Newington hiken (hochwandern). Newingtons einziger Berg mit sage und schreibe 300ft over sea level (100 ü. NN)! Und John machte sich ernsthaft sorgen, dass er fit genug wäre den Berg zu bezwingen. Aber er hat es mit Bravour gemeistert. Anschliessend gabs nen kleinen Sonntags-Salat-Einkauf (ich trau mich gar nicht mehr davon zu schreiben) und ich hab meine erste Amerikanische Pizza gegessen. War lecker!

(disastrous weekdays -) HAPPY WEEKEND II

Nachdem ich mich letztes Mal fast geschämt habe über meine Eindrücke von New York bin ich an diesem Wochenende doch eines besseren belehrt worden. NYC ist doch atemberaubend! William, Stefan und ich sind mit dem Auto etwa zwei Stunden mit Williams Leihwagen hingefahren. Dortangekommen haben wir zuerst Bekannte von Stefan beim Mittagessen kennengelernt. Mädels, die in Manhatten leben. Nach meinem ersten Burger in der Eatery an der 9th Avenue, 56 Street sind wir ein bisschen mit den Mädels umher flaniert. Anschließend haben sie uns ihr Appartement gezeigt. CRAZY! 26te Etage, komplett verglaste Fensterwände, irre Ausblicke, auf dem Dach (36te Etage) ein Swimmingpool und nen kleiner Fitnessraum. 4500$ pro Monat. Irre oder? Williams hat vom Dach aus Fotos gemacht. Ich hoffe, ich bekomme die morgen. Ausblick grandios. Danach sind wir drei irgendwann weitergezogen und haben die Mädels nicht weiter belästigt. Wir sind dann von unsern Füßen auf Taxifahren umgestiegen. Das ist gar nicht so teuer in NYC. Erst nach Chinatown, dann von dort zur City Hall auf die Brooklyn Bridge (siehe Foto), durch den Financial District einen Blick auf die Statue of Liberty geworfen, an der Wall Street Taxi Richtung SoHo, danach straight mit nem weiteren Taxi in die orginal Coyote Ugly Bar. War natürlich noch nen bisschen früh um acht und es war noch nichts los. Als wir gerade das erste Budweiser in der Hand hatten und schon das erste Mädel auf der Theke stand, waren die Jungs glücklich. Ich war nach meinem vierten Bier bereit zur Heimreise. Besoffen.

Mir hats gefallen. Danke Stefan. Danke William.

(disastrous weekdays -) HAPPY WEEKEND I

Am Freitag abend bin ich dann noch mit dem Auto zum Belin Turnpike. Dort wollten sich einige Leute von der Arbeit im Hops treffen. Wow! Nachm Joggen einfach mal wieder nen Bier trinken. Nice! Wie man das Bier trinken doch genießen kann. Mein Vermieter meinte schon, dass er langsam realisieren würde, dass Bier eine kulturelle Rolle in Deutschland spielen würde. Recht hat er! ;)
Was ein cooles Erlebnis war, war nachher einfach nochmal shoppen zu fahren. Amerika halt!

disastrous weekdays (- happy weekend)

Hey, das war mal ne woche, in der mich das Leben einiges gelehrt hat. Nachdem das Auto am Dienstag dann "repariert" war, sprang es am Mittwoch morgen mal einfach nicht an (...definitiv leere Batterie). "Tolle Situation schon den zweiten Tag nicht auf der Arbeit zu erscheinen!" dachte ich und da ich kein Licht angelassen hatte und mir nur vorstellen konnte, dass es wohl einen steten Verbraucher durch die "Reparatur" sein konnte, rief ich wieder mal bei Greg an. Der kam 20min später mit seinem Abschleppwagen an. Das Dingen hat mir Angst eingejagt. "Nicht schon wieder abschleppen!" Als er mir Starthilfe gab stellte er fest, dass das Problem wohl am Zündschloss lag. Ursache: An meinem Wägelchen kann ich den Schlüssel in jeder Zündschlossstellung herausziehen. Ich wusste nicht, dass bei einigen amerikanischen Autos die Zündung noch hinter dem Auszustand liegt. Ich hatte halt abends den Schlüssel möglichst weit rumgedreht und dann rausgezogen. Hoffe nun, dass mir das Auto keine weiteren Hürden auferlegt!
Ansonsten stellte sich noch heraus, dass ich keine Social Security Card bekommen werde. Nichts desto Trotz konnte ich mir eine CT Drivers License besorgen - das Auto auf meinem Namen zu registrieren ist nocheinmal eine andere Sache. Das verspricht weiterhin spannend zu bleiben!
Last but not at least bin ich Freitag abend beim Joggen im Dunkelen vor einen Ast gelaufen. Meine Brille hats voll erwischt. Die hat nun ordentliche Kratzer. Sauber!

Tuesday, January 17, 2006

Auszeit



Wenn sich hier das Auto eine Auszeit nimmt, dann macht das auch der Autobesitzer, weil ohne Auto geht wie gesagt hier nix. Heute war also keine Arbeit angesagt, sondern 100% Aufmerksamkeit auf das neue Autochen gerichtet.
Na, erst sollte das ein richtig teurer Spaß werden. Anlasser kaputt. Aber dann stellte sich doch raus, dass das Problem woanders lag. Hat mir dann mal eben 200ocken gespart.
Ich werde mir jetzt "einen schönen Abend machen" (D.s Empfehlung) und auf die Treue des Autos in der weiteren Zeit hoffen.

Monday, January 16, 2006

Triple A

Eine kurze schöne Zeit hab ich heute mein Auto lieb gewonnen. Ich habe ihm neue Kühlflüssigkeit gegeben, mir ein Luftdruckmesser gekauft und meinem Autochen Druck auf die Reifen gegeben. Ich habe sogar bei Sonnenschein ein zwei Fotos von ihm gemacht. - Doch dann war es verüber. Das Auto machte keinen Mucks mehr als ich es an der Gas Station um 6 Uhr wieder anmachen wollte. Es brauchte mich nun 4,5 Stunden, um in den AAA einzutreten und um 5 Meilen abgeschleppt zu werden.
Ich bin nun 60 Ocken ärmer, müde und werde morgen hoffentlich keine böse Überraschung erleben, wenn die Werkstatt sich das Auto anschaut. Der Abschleppmensch vermutet, dass der Starter hops ist.
Und was lernen wir daraus? Die Amerikaner sind sehr sehr sehr hilfbereit. Ich packe mir an die Nase und hoffe, dass ich mich in Deutschland daran erinnern werde. NACHT!

Sunday, January 15, 2006

WE im Schnellwaschgang

Hey, mal ohne Witz - irgendwie tickt die Zeit hier schneller als zu Hause. Am Freitag abend gabs 'European Vacation'. Ein ganz schlechter Schinken aus den 80er Jahren. Aber immerhin haben sie da kurz eine Szene aus Deutschland gezeigt. Dafür hat John 4$ in der Videothek hingelegt. Am Sa war ich mein erstes Mal in NYC. An dieser Stelle verkneife ich mir sämtliche Kommentare: Das Wetter war fürchterlich grausig und es hat einfach keinen Spaß gemacht. Manhatten war quasi menschenleer. Heute war ausschlafen und abgammeln angesagt. Aber auch das ging viel zu schnell um. Selbst zum Waschen bin ich nicht gekommen. Amerikanische Waschmaschinen sollen son Dingen für sich sein. Die Mitarbeiter aus München, die für 2Jahre hier bleiben, lassen sich alle ihre deutschen WM importieren, weil diese hier angeblich alle unmöglich sind. Ich hab John schonmal gefragt und der wäscht seine Wäsche ausschliesslich mit dem kalten Wasser ausm Hahn! Nach 45min ist die Wäsche dann sauber. Das soll mir was werden.
Draußen siehts auch aus wie in der Waschküche. Irgendjemand soll nochmal gesagt haben, dass Zürich permanent neblig ist. Pah! Niemals! Und hier kommt noch Schneegestöber hinzu. Angeblich gefühlte -20°C. Ich hab heute kein Fuss vor die Tür gesetzt. Bin mal gespannt, ob und wie ich morgen zur Arbeit komme.
Wünsche allen einen guten Start in die Woche!

Thursday, January 12, 2006

Schubweise

Bis sechs Uhr abends war heute ein Tag mit quasi nix neuem und quasi nichts nach der Arbeit zu tun, da John doch tatsächlich die Mitgliedschaft in der Gym wieder gecancelt hat (hat ihm also auch nicht gefallen). Danach "hübschte" (in Gedenken an C.) sich der Tag noch richtig "auf": Ich war in der näheren Umgebung mit meinen neuen Running Shoes unterwegs und habe ein bisschen Landeskunde betrieben. Das hob die Stimmung derart, dass ich direkt nachm Duschen das erste mal zu Fuß in den Supermarkt ging. Die Autos halten tatsächlich 50m vor einem an, um einen über die Straße zu lassen. Als Fußgänger in Newington komme ich mir hier vor wie ...keine Ahnung... Micha im tiefen China. Die tun so, als ob sie noch nie einen zu Fuß gehenden Menschen gesehen hätten. Nicht mal beim Joggen bin ich in 45min einem Menschen (ohne Auto um ihn herum) begegnet (obwohl ich mich nie außerhalb der Siedlung befunden habe).
Im Supermarkt ließ ich mir dann Zeit und habe Lindt-Schoki hier gekauft. Ich freu mich schon auf den zartschmelzenden Zeitpunkt :) ...und ich habe ein quasi deutsches Brot in dem Supermarkt gefunden und leckere Peanutbutter gekauft und stinkende Ami-Kaugummis und mich dazu entschieden, demnächst Müsli selbst herstzustellen, weil die hier nur son Kellogsgedöns haben.
Kaum war ich zu Hause kam John auch zur Tür rein. Auch er war einkaufen. Er meinte, der Supermarkt, in dem er war, hätte ein super Sonderangebot beim Pepper (=Peperoni (für die Schweizer), = Paprika (für die Deutschen)) gehabt. Jetzt ist der Kühlschrank wieder kiloweise aufgefüllt mit Salat. ...was ich damit wohl ausgelöst habe?!
Das einzig schlimme ist, nachdem ich ihm mal Lakritz zu lutschen gegeben habe, will er nichts mehr von mir und meinen europäischen Sitten und Lebensmitteln probieren. Er hat sogar abgelehnt den Camenbert zu probieren. Was bleibt: Weiter "salatieren"!

Wednesday, January 11, 2006

Crazy America

Hiermit eröffne ich den Post über alle möglichen und unmöglichen schrägen Sachen, die mir so über den Weg laufen:
  • Milch Gallonen-weise zu verkaufen [1 Gallone = 3,78 Liter]
  • "Disney World ist das Mekka der Amis" (John)
  • Chemie-Milch herstellen, die fürchterlich gruslig schmeckt
  • die Stecker für Anschnallgurte im Auto am Türrahmen zu befestigen
  • 'Müsli' mit 'fettfrei' bewerben
  • 7$ für ein Sixpack Becks verlangen
...to be continued.

Tuesday, January 10, 2006

Saying 'Goodbye' and 'Hello'


Heute musste ich meinem Auto 'Auf Wiedersehen' sagen. Auch wenn das Auto praktisch über keine Ausstattung verfügte, war es doch ein solides, gutes, nicht so altes Auto. Und meine Güte, Hartford ist definitiv nicht meine Auto-Stadt - grenzt an Zürich mit Einbahnstraßen und Unübersichtlichkeit, schliesslich stehen doch überall diese riesen Monster von Bürogebäuden einem in Downtown im Weg. Also brauchte ich nochmal eine geschlagen 3/4Stunde für die letzte Meile. Aber schlussendlich habe ich es geschafft. Der Wagen ist weg!
'Hallo' ist irgendwie ziemlich verbreitet bei mir in den letzten Tagen: Heute habe ich das erste Mal amerikanisch getankt mit 'pay first!' - und dann auch noch mit Kreditkarte. Ich hab mir aber trotzdem noch den Knaben dazugeholt, der da arbeitete, und hab ihn um Hilfe gebeten. Sehr freundlich.
Step 2 war neue Joggingschuhe kaufen. Gleiche Geschichte wie beim Tanken - hatte dort auche eine sehr nette Bedienung und musste wieder dazulernen: Bei Amerikanern sind Umkleidekabinen grundsätzlich verschlossen. Naja, schliesslich hab ich neben den neuen Schuhen auch noch nen neues Shirt gekauft, was ich dann nicht mehr zur Probe anhatte. Wird schon irgendwie passen.
Step 3 GYM. Oh mein Gott, was ne olle Hütte, wo mich John hingeschleppt hat. Ich kann mich hier schon irgendwie damit arrangieren, aber wenn irgendjemand in Deutschland in so ein Loch geht, ich glaube, dann kündige ich demjenigen die Freundschaft. In Deutschland gibt es definitiv bessere Wege Sport zu machen!!!
Ich hab mich dort einfach auf nen Laufband gestellt, dieses auf 6.3mph eingestellt und war nach 45min fertig. In dem dazugehörigen Swimmingpool kriegt man garantiert Hautausschlag. Vielleicht überkommt es mich ja nochmal dort hinzugehen, aber im Moment noch nicht.
Anschliessend gabs wie immer den gleichen Salat.

Monday, January 09, 2006

Der heilige Montag

Heute morgen bin ich dann doch mit flauem Gefühl im Magen aufgestanden.
Zwei Tage noch Mietwagen und dann?
...war Stefan, ein Praktikant in Rocky Hill, heute morgen auf dem Weg zur Arbeit in einen Umfall verwickelt. Na super, sowas würde mir jetzt auch noch fehlen!!
Aber der Tag nahm ein gute Wende: Die weitere Praktikantin, Swantje, wird mich diese Woche morgens abholen und abends nach Hause bringen.
Und: Ich habe ein Auto! *freu* Und zwar schon ab Freitag! *freu*
Wenn denn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle, dann wäre das echt suuuuper.
Hier zu hause hatte ich heute das erste Mal das Gefühl, dass ich mich eigentlich ganz gut mit English arrangieren kann. John ist crazy wie immer! Wir haben heute vereinbart demnächst gemeinsam zum Fitness-Studio zu gehen. John und ich! Dabei hat John schon eine lebenslange Mitgliedschaft, weil kostet nur 10 Bugs im Monat.^^
Außerdem hat er mir die hier örtliche Bibliothek gezeigt. Ist definitiv nen bisschen wohnlicher als irgendwelche Bibliotheken in Zürich. Ich habe mir direkt nen kleinen Reiseführer für 'New England' ausgeliehen. Ich leg mich nun ins Bett und werd mal drin stöbern. Gute Nacht!

Sunday, January 08, 2006

Boar's Head and Yule Log Festival 2006 und ein Salat für Amerikaner bitte


Wow! ...wow wow wow! Leben ist halt doch irgendwie anders hier! und doch ist es 'easy', weil jeder machen kann wie ihm lieb ist. Nun hab ich mich eingelebt, den Jet Lag überstanden.
Am Freitag stand das erste Event auf dem Plan: Mein Vermieter John lud mich ein, mit seiner Tochter Jenn(ifer) zum 'Wildschwein-Kopf-Festival' zu gehen. Da ich nach den chaotischen letzten Monaten nicht einmal im Traum darüber nachgedacht habe, ein Wörterbuch mitzunehmen, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Naja, nun bin ich klüger: Das ganze fand in einer alten Kirche statt (was die Amis schon alt nennen!) und war wie ein mittelalterliches Spektakel aufgezogen. Letzlich wurde an 'Heilige-Drei-Könige' die Weihnachtsgeschichte erzählt. Das coole ist, dass das ganz mit echten Tieren in der Kirche stattfand: Gänse, Hühner - okay. Schaafe, Ziegen. Aber auch die Kaliber wie Esel, Lama und sogar nen Kamel fang seinen Weg durch die Reihen der Zuschauer. Das war schon beeindruckend.
Auffallend war aber auch, dass in der Kirche kaum schwarzhäutige unter den Zuschauern waren.
Danach gings nach Hause und ich habe John einen Salat gemacht. Es schien mir so, als John noch nie Salat gegesssen geschweige denn zubereitet hat. Nachher sagte er, sowas leckeres habe er noch nie gegessen, wir sollten ein Restaurant aufmachen. Naja, zumindest hat der Salat nun eine Menge anderen (schausslichen)Zeugs ausm fridge verdrängt. Nun werde ich hier wohl zur Salat-Fee werden ;).