Schubweise
Bis sechs Uhr abends war heute ein Tag mit quasi nix neuem und quasi nichts nach der Arbeit zu tun, da John doch tatsächlich die Mitgliedschaft in der Gym wieder gecancelt hat (hat ihm also auch nicht gefallen). Danach "hübschte" (in Gedenken an C.) sich der Tag noch richtig "auf": Ich war in der näheren Umgebung mit meinen neuen Running Shoes unterwegs und habe ein bisschen Landeskunde betrieben. Das hob die Stimmung derart, dass ich direkt nachm Duschen das erste mal zu Fuß in den Supermarkt ging. Die Autos halten tatsächlich 50m vor einem an, um einen über die Straße zu lassen. Als Fußgänger in Newington komme ich mir hier vor wie ...keine Ahnung... Micha im tiefen China. Die tun so, als ob sie noch nie einen zu Fuß gehenden Menschen gesehen hätten. Nicht mal beim Joggen bin ich in 45min einem Menschen (ohne Auto um ihn herum) begegnet (obwohl ich mich nie außerhalb der Siedlung befunden habe).Im Supermarkt ließ ich mir dann Zeit und habe Lindt-Schoki hier gekauft. Ich freu mich schon auf den zartschmelzenden Zeitpunkt :) ...und ich habe ein quasi deutsches Brot in dem Supermarkt gefunden und leckere Peanutbutter gekauft und stinkende Ami-Kaugummis und mich dazu entschieden, demnächst Müsli selbst herstzustellen, weil die hier nur son Kellogsgedöns haben.
Kaum war ich zu Hause kam John auch zur Tür rein. Auch er war einkaufen. Er meinte, der Supermarkt, in dem er war, hätte ein super Sonderangebot beim Pepper (=Peperoni (für die Schweizer), = Paprika (für die Deutschen)) gehabt. Jetzt ist der Kühlschrank wieder kiloweise aufgefüllt mit Salat. ...was ich damit wohl ausgelöst habe?!
Das einzig schlimme ist, nachdem ich ihm mal Lakritz zu lutschen gegeben habe, will er nichts mehr von mir und meinen europäischen Sitten und Lebensmitteln probieren. Er hat sogar abgelehnt den Camenbert zu probieren. Was bleibt: Weiter "salatieren"!

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