"Deutsch" in Minnesota
Dienstag.
Heute morgen stand erstmal ausschlafen an. Das tat schonmal richtig gut! Danach habe ich mit Katie allerlei dummer deutsche Kindersprueche und -lieder geuebt, weil das wahrscheinlich das einzige ist, was an deutschem bei ihr haengen bleiben kann. Nach dem Mittag (Es gab Rouladen(!)) sind Renate und Elliot mit mir in das 3 Stunden entfernte New Ulm gefahren, was angeblich die deutscheste Stadt in den Staaten sein soll(te). Das Ulmer GLockenspiel war natuerlich auf nem sehr amerikanischen Turm platziert und angeblich GERADE in Reparatur. Von einem Ulmer Muenster habe ich weit und breit nichts gesehen. Dafuer haben sie eine Nachbildung des Hermans Denkmal dort errichtet (wusste gar nicht, dass das in D in Ulm steht?!) Der deutsche Shop, an dem wir halt gemacht haben hatte ein total eingestaubtes Anbiente und auf die Frage, wo man deutschen Kuchen bekommen koennte hiess es, dass keiner mehr frischen Kuchen anbieten wuerde und der ueberall nur aus der Tiefkuehltruhe kommen wuerde. Also hatten wir das auch soweit abgehakt und sind stattdessen ins Perkins gegangen, wo ich meinen ersten amerikansichen Apple Pie gegessen habe. Alfons (Daniels Vater) hat Renate (Alfons Schwester) schon aufgefordert, dass sie mir doch einen backen muesste. Bevor wir wieder fuhren hielten wir an einer Metzgerei, wo Renate Suelze kaufte, die es sonst nirgendwo in Amiland gibt. Little Katie ging mit rein und fing lauthals an: MEINE MUTTER SCHNEIDET SPECK...! Gut, dass keiner hier deutsche Kinderreime kennt!
Auf der Rueckfahrt hielten wir noch in Sleepy Eye bei den Schoenstaedter Schwestern.

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