Anna in USA

* 4 Monate Connecticut *

Sunday, March 19, 2006

Was bisher passierte...

Fr 5:30 aufstehen - das war schonmal gar nicht mein Fall. Ich benutze hier in Amerika immer mein Handy als Wecker. Das war das erste Mal, dass ich im Halbschlaf dachte, dass mein Handy klingelt und mir voellig benebelt das Handy ans Ohr hielt und 'Hallo' grummelte, als ich es ausgemacht hab. Der Weg zum Flughafen war Dank Pia puenktlich und ziemlich unkompliziert. Der Flughafen war alles andere als man es sich unter amerikanischen Sicherheitswahn vorstellen kann. Am Chekc-In herrschte Selbstbedienung; vor der Sicherheitskontrolle musste ich mich ausweisen und die Leute waren mit meinem amerikanischen Fuehrerschen bedient - kein Pass, kein Interesse an Auslaendern, nothing. Dann fiel mir unmittelbar ein, dass sich meine Nagelschere bei meiner Zahnbuerste im Handgepaeck befindet. Stupid! Ich hatte mich schon im Geiste von ihr verabschiedet. Nix! Kein Interesse. Amerikaner sind offensichtlich nicht sehr achtsam auf Inlandsfluegen. In Minneapolis habe ich Elliot auf Anhieb gefunden. Klasse Kerl! Wir haben auf den 3,5h vom Flugahfen nach Ivanhoe mehrmals angehalten und hatten lecker late breakfast for me. Hier angekommen war der Tag schon weit fortgeschritten und mir wurde die Farm gezeigt. Abends gabs lecker Essen und ich bin in meinem eigenen Reich - 10mal sauberer, 10mal gemuetlicher und auch 10mal groesser (wobei das nichts zur Sache tut) als in CT - ins Bettchen gefallen.
Sa - 8:00 aufgestanden und nach dem Fruehstueck bin ich Snowmobil gefahren - FUN! Ich hab mich an die 30 mph rangewagt. Anschliessend fragte ich, wie schnell der Kerl durchschnittlich faehrt. 70mph (*1,6 fuer km/h). Ich schluckte, hab mich auf den ruecksitz gesetzt und hab ihn mit der Geschwindigkeit ueber die Felder krachen lassen. Respekt, aber noch nicht meine Geschwindigkeit. Die Leute benutzen die Snowmobils hier zum Hobby ebenso aber auch um einfach zur Arbeit zu kommen. Die Trails (Wege) fuer die Snowmobile befinden sich in der Regel direkt im Strassengraben. Am coolsten finde ich, dass sie auch kleine Stoppstrassenschilder angebracht haben auf den Trails.
Nachmittags sind wir in den Pipestonepark gefahren. Dort gab es rotes Gestein aus dem Indianer frueher ihre Pfeifen gemacht haben. Das rote Gesicht auf dem Foto hat mich irgendwie inspiriert. In New Hampshire haben sie eine solche Felformation zum wichtigsten Staatssymbol gemacht und hier ist es einfach nur nen kleines nettes Add-on :)
Abends war ich so durchgefroren vom Minnesotanischen Winter, dass ich nach einer heissen Dusche um 8 auf der Couch einschlief.

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